Erst Kollege und jetzt Leitung - Sicherer Umgang mit der Doppelrolle statt Spagat
Inhouse | Online | 4-8 FE | für Führungs- und Leitungskräfte
Wer aus dem eigenen Pflegeteam in eine Leitungsfunktion wechselt, erlebt häufig einen Rollenwechsel mit widersprüchlichen Erwartungen. Vertraute Kollegialität bleibt bestehen, gleichzeitig müssen Entscheidungen getroffen, Grenzen gesetzt und Verantwortung übernommen werden.
Die Fortbildung unterstützt neue Wohnbereichs-, Team- und Pflegedienstleitungen dabei, die Doppelrolle zwischen ehemaliger Kollegin bzw. ehemaligem Kollegen und Führungskraft klarer zu gestalten. Rollen, Nähe und Distanz, Kommunikation, Delegation und Konfliktsituationen werden praxisnah reflektiert. Ziel ist keine künstliche Abgrenzung, sondern eine professionelle Führungshaltung, die Verlässlichkeit schafft und Beziehungen im Team neu ordnet.
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Schwerpunkte
- Führung und Führungspräferenzen
- Mindestausstattung als Leitung
- Rollenklärung
- Umgang mit Nähe und Distanz, mit Vertrauen und Kontrolle
Entscheidung/Auswahl der Gruppe für bestimmte Schwerpunkte wie z.B.:
- Teamarbeit und -entwicklung
- Entscheidung und Beteiligung
- Konfliktanalyse und -intervention
- Vertrauen, Loyalität und Grenzen der Loyalität
Ziele
Die Fortbildung reflektiert, wie die Leitungs- und Kollegen/-innenrolle bei den Teilnehmenden zusammenwirken und vermittelt Einsichten und Wege, wie die beiden Rollenaspekte adäquat ausgefüllt werden können.
Denn bei der Mitarbeiterschaft kann es sonst Unsicherheit und kritische Distanz erzeugen, wenn z.B. nicht klar ist, wo die Leitung mit ihrer „Sandwichposition“ eigentlich steht. In der Vergegenwärtigung von konkreten Führungssituationen wird sichtbar, wie Rollenklarheit die Selbstsicherheit und Handlungsfähigkeit als Führungskraft fördert. Die Klärung der eigenen Führungsrolle führt zur Bildung einer stimmigen Identität als Leitung; das Einüben geeigneter Methoden für den Umgang mit der Doppelrolle als Leiter/-in und Kollege/-in zielt darauf ab, die Handlungskompetenz zu erweitern. Vermittelt und trainiert wird u.a. der Umgang mit Nähe und Distanz, mit Konflikten, Anforderungen, Delegation usw. Letztlich ist es eine besondere Chance, zu führen und dabei kollegial verankert zu bleiben.
Methoden
Inhaltliche Inputs, Kleingruppen, Praxisbeispiele, Übungen, systemisch-lösungsorientierte Interventionen, Vorstellen und Erproben von Führungskräftetools
Zielgruppe
Stations- und Wohnbereichsleitungen aus der Akut-,Langzeit- und ambulanter Pflege, die seit ein paar Monaten oder seit bis zu ca. drei Jahren die Leitungsfunktion übernommen haben, sowie MitarbeiterInnen die unmittelbar vor der Übernahme einer Leitungsstelle stehen.
Dauer
Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)