Sexualität im Alter und bei Demenz im Pflegealltag
Inhouse | Präsenz oder online | 4-8 FE | für Pflege und Betreuung
"Sexualität ist so viel mehr als machen - Sexualität beginnt mit SEIN." Claudia Pesenti-Salz
Wenn Sexualverhalten zur sexuellen Gewalt wird - Können wir Alter und Sexualität akzeptieren und wann nicht?
Sexualität, Nähe und Intimität bleiben auch im Alter und bei Demenz menschliche Bedürfnisse. Im Pflegealltag entstehen jedoch schnell Unsicherheiten, wenn persönliche Grenzen, Schutzbedürfnisse, Partnerschaften, Zustimmung oder als unangemessen erlebtes Verhalten zusammentreffen.
Die Fortbildung schafft einen professionellen und zugleich unverkrampften Zugang zum Thema Sexualität in Pflegeeinrichtungen. Teams reflektieren eigene Haltungen, lernen Bedürfnisse und Grenzverletzungen differenziert zu betrachten und entwickeln Handlungsmöglichkeiten für konkrete Situationen. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, Schutz, Einwilligung, Kommunikation und eine gemeinsame Haltung, die weder tabuisiert noch vorschnell moralisiert.
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Leitfragen / Schwerpunkte
- Was ist unser Denken, Verständnis und Haltung zu Sexualität in unserer Einrichtung?
- Was verstehen Sie / Wir unter „Sexualität im Alter und bei Demenz“?
- Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie im Umgang mit „Sexualität im Alter und bei Demenz“ in der Pflege gesammelt?
- In welcher Art und Weise gehen Sie selbst mit dem Thema Sexualität in Ihrem Arbeitsumfeld um?
- Was ist angemessenes Sexualverhalten? Was ist unangemessenes Sexualverhalten?
- In welchen Situationen tritt unangemessenes Sexualverhalten am häufigsten auf?
- Wann wird das „Sexualverhalten “in Ihrem Arbeitsumfeld nun wirklich zum „Problem“?
- Sexuelle Gewalt – Wo sind meine und unsere Grenzen?
- Was können Sie / Wir tun, sodass Menschen Ihre Sexualität in der Pflege ausleben können?
- Was sind Ihre / unsere „Kriterien für den Umgang mit sexueller Belästigung“?
- Ausblick: Wie gehen wir nun mit diesen Situationen und Verhalten um?
Ziel
In dieser Fortbildung wollen wir dem Thema Sexualität mit Leichtigkeit begegnen und uns damit auseinandersetzen wie sexuelle Bedürfnisse erkannt werden können und in der Pflege und Betreuung Berücksichtigung finden. Erarbeiten Sie im Team Ihre persönlichen Kriterien für den Umgang mit sexueller Belästigung. Sie erfahren wie Sie individuelle Umgangs- und Handlungsmöglichkeiten finden und (gemeinsam) umsetzen können.
Methoden
Interaktiver Vortrag, Diskussion, Moderation, Erfahrungsaustausch, Gruppen- und Paararbeiten, Praxisfallarbeit, Fallbesprechung, Selbstreflektion
Dauer
Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)