Altersdepression und Suizidalität im Pflegealltag begleiten

Altersdepression und Suizidalität im Pflegealltag begleiten

Inhouse | Präsenz oder online | 4-8 FE | für Pflege und Betreuung

Auch als öffentliche Fortbildung

Termin: 16.11.2026 von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Veranstaltungsort: Bodelschwinghweg 30, 89160 Dornstadt

Auch als öffentliche Fortbildung

Termin: 18.11.2026 von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Veranstaltungsort: Online

Erkennen & Verstehen und gemeinsam Begleiten

Depression-im-Alter-Fortbildung
Adobe Stock/Dmitry Berkut

Depressionen im Alter werden häufig übersehen, weil Antriebsmangel, Rückzug, Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden vorschnell dem Alter, einer Demenz oder bestehenden Erkrankungen zugeschrieben werden. Auch Suizidgedanken älterer Menschen dürfen nicht bagatellisiert werden.

Die Fortbildung unterstützt Pflege- und Betreuungsteams dabei, mögliche depressive Symptome und Warnzeichen für Suizidalität früh wahrzunehmen, angemessen anzusprechen und fachlich weiterzugeben. Dabei geht es nicht um Diagnostik durch Pflegende, sondern um sichere Beobachtung, professionelle Gesprächsführung, Krisenwege und interprofessionelle Zusammenarbeit. Fallbeispiele schaffen Orientierung für sensible und belastende Situationen im Pflegealltag.

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Schwerpunkte

Erkennen & Benennen

  • Häufigkeit
  • Was ist eine Depression
  • Symptome
  • Formen & Verlauf
  • Abgrenzung
  • Ursachen

Verstehen & Begleiten im Pflegealltag

  • Behandlung
  • Achtsame Gesprächsführung (Explorationsgespräch)
  • Möglichkeiten des Umgangs - Beziehungsgestaltung
  • Mögliche Interventionen und Angebote zur Selbstwirksamkeit (Empowerment)

Ziel

Für Betreuende gilt es in erster Linie, zu einem vertieften Verständnis der depressiven Beziehungsdynamik zu kommen. Dies bildet die Grundlage für einen positivierenden Umgang, in dem die nicht depressiv besetzten Anteile gefördert und den depressiven Anteilen mit Verständnis begegnet werden. Wichtig ist eine reflektierende Grundhaltung, die genügend Distanz ermöglicht, um Nähe herstellen zu können. Ein verlässliches, zugewandtes, konstruktives, nicht-depressives Gegenüber ist für eine Person mit Depression der wichtigste Kontextfaktor. Genau hier liegt die Aufgabe von Pflege- und Betreuungskräften.

  • Sie werden dabei unterstützt Symptome der Altersdepression zu Erkennen & Benennen.
  • Die eigene Krankenbeobachtung wird ausgebaut, um diese in eine interdisziplinäre Zusammenarbeit selbstbewusster und fachlich mit einzubringen.
  • Erreichen eines vertieften Krankheitsverständnis durch Bewusstmachung, Bewusstwerdung Ihrer eigenen Haltung und des Teams.

Methoden

Vermittlung von Informationen, Diskussion, Moderation, Erfahrungsaustausch, Gruppen- und Paararbeiten, Praxisfallarbeit

Dauer

Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)

Kundenmeinung

Eine sehr informative und super umgesetzte Online-Fortbildung. Vielen Dank dafür!

Ane-Marie Reinhardt Seniorenresidenz Extertal Betriebs-GmbH

Herr Münzenhofer hat einen ausgesprochen positiven Humor mit dem er das doch so ernste Thema "Depression" sehr gut übermitteln kann. Sowohl Inhaltlich als auch fachlich wirkt Herr Münzenhofer sehr kompetent. Danke dafür.

Melanie Schöbel Senioren Tagespflege Hauf

Referent: Tobias Münzenhofer

Tobias Münzenhofer