Wurzeln und Erinnerungen - Der Garten als Begleiter von Menschen mit Demenz
Inhouse | Präsenz | 4-8 FE | für Pflege und Betreuung
Das Leben beginnt an dem Tag, an dem man einen Garten anlegt
Gärten und Natur können Menschen mit Demenz vielfältige Zugänge zu Bewegung, Wahrnehmung, Erinnerungen und sozialer Teilhabe eröffnen. Entscheidend ist dabei weniger ein „Therapiegarten“ als die Frage, wie vorhandene Außenräume und Naturerfahrungen im Alltag sinnvoll genutzt werden können.
Die Fortbildung vermittelt Pflege- und Betreuungsteams Grundlagen der Gartentherapie und naturgestützter Angebote bei Demenz. Biografische Bezüge, jahreszeitliche Aktivitäten, Sicherheit, Orientierung und individuelle Fähigkeiten werden gemeinsam betrachtet. Ziel ist, Natur nicht als Zusatzprogramm zu verstehen, sondern als alltagsnahen Erfahrungsraum für Beziehung, Aktivität und Wohlbefinden.
„Hast du ein Gärtchen und eine Bibliothek, so wird dir an nichts fehlen“ - Marcus Tullus Cicero
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Schwerpunkt
- Natur und Mensch im Alltag einer Pflegeeinrichtung
- „Sinn“-hafte Tätigkeit im Garten: Übungen für die fünf Sinne
- Grundsätze der Gartengestaltung für Menschen mit Demenz
- Ziele und Struktur einer Gartenstunde
- Geeignete Pflanzen und gärtnerische Aktivitäten im Sinnesgarten
- Workshop „Planen einer Gartenstunde“ in Kleingruppen
- Den „Garten ans Bett“ bringen: naturgestützte Interventionen auf kleinem Raum
- Reflexion eigener Projekte: Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten in Sinnes- und Therapiegärten
Methoden
Impulsvorträge, Diskussionen, Sinneserfahrungen und Übungen, Pflanzenkunde und Praxis-Workshops, Gruppenarbeit, Demonstration: z. B. „Garten ans Bett“, Reflexion
Inklusiv Material für ca. 5 praktische Übungen für bis zu 8 Personen, wie das Aufbereiten von Saatgut, Säen und Stecklinge ziehen, Arbeiten mit Kräutern und essbaren Blüten, sowie die Herstellung von Kräutersalz, Tee und Gestecken (die entstandenen „Arbeitsproben“ können selbstverständlich behalten werden). Je nach Witterung finden die Seminarübungen drinnen oder draußen in Ihrem Garten statt. Auch ohne großen Außenbereich lassen sich viele Aktivitäten „auf der Fensterbank“ realisieren und bieten eine wunderbare Möglichkeit zum „Garteln“.
Ziele
Ziel dieser Fortbildung ist es, Pflege- und Betreuungskräften praxisnah zu vermitteln, wie sie mit Gartentherapie die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz fördern können. Die Teilnehmenden lernen, den Garten als therapeutischen Raum zu nutzen und durch einfache, sinnvolle Aktivitäten Erinnerungen, Begegnungen und ein Gefühl von Heimat zu schaffen – sowohl im Außenraum als auch direkt am Bett.
Dauer
Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)